Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

​​Wenn ihr eine Band, Musikprojekt oder Solokünstler aus den Bereichen Rock, Metal oder Gothic seid, dann meldet euch bei mir unter Lorenz.van.gore@gmx.de oder über Facebook, damit ich eure Veröffentlichungen und Auftritte  besprechen kann.

 
 
 

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No One gets out alive mit Hidden Bloodlines

Bandname und Albumtitel: No One gets out alive mit Hidden Bloodlines


Genre: Brutal Death Metal/Banjo Slam



Veröffentlichungsdatum: Das Album kam am 24. August 2017 raus, als ich das erste Konzert dieser Ein-Mann-Band miterleben durfte.


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist das siebte von acht Alben, dazu gibt’s noch neun Splits und zwei Compilations.

Wie habe ich die Band kennengelernt: Ich glaube es war der Prophecy, der mich in seiner damaligen montäglichen Sendung auf Metal Only auf die Band aufmerksam machte. Allein durch das Banjo hat die Musik ein Alleinstellungsmerkmal und auch ohne taugt das ordentlich. Und ich stehe auf Musik mit seltsamen Instrumenten.


Wie finde ich die Scheibe: Ich verrate es jetzt schon mal, es ist eines meiner Lieblingsalben. Also hören wir sofort rein:


SHROUDED BY TREES fängt recht ruhig an, steigert sich dann aber langsam zu einem groovigen Song, der seinen Höhepunkt mit dem Banjo erreicht. Ein kurzer aber knackiger Opener.


REDNECK FOLTER HORROR erhöht gleich mal die Härte und hier hören wir auch endlich ein paar Vocals. Wir bleiben hier meist im unteren Mid-Tempo , mit kurzen Geschwindigkeitsspitzen und immer mal wieder eingestreutem Banjo. Es klingt als würde man einer Hillbilly-Death Metal Party beiwohnen. Die Band macht ordentlich Krach, irgendwer hat ein Banjo ausgegraben und ein paar andere veranstalten ein Zielschießen. Macht so richtig Spaß.


RELENTLESS ABOLISHMENT tritt das Gaspedal des Traktors voll durch. Irgendwie bestehen alle Songs bisher fast nur aus Moshparts, klingt trotzdem geil. Vielleicht hätte ich das Album im Regal stehen lassen sollen, jetzt vermisse ich Festivals und mein Beerjo.


HIPPIE SHREDDER STRICKES AGAIN! klingt zu Anfang nach dem Trailer für einen Backwoods-Horror, bevor der Banjo Slam so richtig loslegt. Hier wird das Tempo wieder angezogen und wir haben sowohl in den Banjo- als auch den Gesangsparts nen richtig geilen Groove.


THE WOODSHED BURIAL nimmt nochmal etwas Tempo aus dem Album und hier sehe ich vor meinem inneren Auge einen Banjo spielenden Zombie in Latzhose auf einem Panzer reiten. Kann das bitte irgendwer malen? Danke!. Der Song schwankt zwischen stampfend und mahlend, und macht so richtig Laune.


Nach dieser Verschnaufpause gibt BORN IN THE MOUNTAINS, RAISED IN A SHACK wieder mehr Gas. Auch hier sind immer mal wieder Schüsse zu hören und eine der besten Banjolinien, die ich je gehört habe. Der Song geht direkt durch die Ohren in den Nacken und zählt auf jeden Fall zu meinen Lieblingen.


MY RIFLE, MY BANJO AND ME! legt noch eine Schippe drauf. Im Vorfeld des Deathfeasts 2017 ist fast nur der Song bei mir gelaufen. Noch immer finde ich es faszinierend wie das Banjo sich hier was zurechtklimpert und dabei so unfassbar heavy klingt. Der Song gibt immer mal wieder Gas um dann wieder Platz für Moshparts zu machen. Der beste Song des Albums und vielleicht auch der ganzen Diskographie.


UNINTENTIONAL DEFORMITY hat es echt schwer, nach so einem genialen Song dranzukommen, nimmt die Herausforderung aber an und klingt richtig fett. Wieder schön groovig und perfekt um die Haare fliegen zu lassen.


HIDDEN BLOODLINES steigt hinab in die tiefen der Heavyness und kommt mit einem richtig starken Song zurück. Langsam, bleischwer und unaufhaltsam walzt sich der Track durch die Gehörgänge. Einfach nur klasse. Der einzige Song auf dem Album, bei dem ich nicht auf das Banjo warte. Dass es trotzdem kommt, macht alles nur noch besser.


TxNxOx beendet das Album recht düster. Nach einem recht langen Intro gibt es hier die volle Ladung Slam in die Fresse. Ein idealer Abschluss für eines meiner Lieblingsalben.


Fazit: Einfach nur genial. Keinen Song will ich skippen und jeder Song für sich ist schon verdammt geil. Dazu kommen noch die Erinnerungen an den Auftritt und die späteren Gespräche mit Andi an seinem Truck, von dem ich die Scheibe auch direkt gekauft habe. Eine klare Empfehlung für alle Freunde des Todesbleis und auch an jene, die sich gern den Kram von Rob Scallon ansehen. Hier könnt ihr mal reinhören:



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