Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Lords of Chaos Film Review

Aktualisiert: 28. Nov 2020



Gestern, am Sonntag dem 03. März 2019, habe ich mir mit zwei Freunden die Verfilmung von Lords of Chaos angesehen. Der Firm war nicht schlecht aber auch nicht überragend.

Er erzählt die Geschichte von Øystein Aarseth, besser bekannt als Euronymous. Es fängt 1986 an und endet mit seinem Tod 1993. Zuerst wird der Werdegang von Mayhem nachgezeichnet. Später kommt Dead dazu und der Film wird interessanter, jedoch, für jene die das Buch kennen, erscheint Euronymous zu freundlich. Statt dass er Dead mit seinen Synthieplatten aus dem Haus in den Wald zu vertreiben, nur um dort dann auf Vögel zu schießen, wird er eher als Kümmerer dargestellt. Generell wird er eher als verkappter Rockstar dargestellt, auch wenn er das von seinem Ambitionen her vielleicht war. Nach dessen Selbstmord erst tritt Vikernes auf, obwohl dieser schon früher Kontakt zu Dead und Euronymous hatte und sogar behauptete, er hätte Dead die Schrotmunition geschickt, mit der dieser sich umbrachte.

Genauso wird Vikernes am Anfang eher als unsicherer Mitläufer und Poser dargestellt. Später geht es dann um die Kirchenbrandstiftungen und den Mord von Faust. Am Ende wird dann der Machtkampf zwischen Vikernes und Euronymous gezeigt.

Der Film hat auf jeden Fall gute Musik, die Darsteller spielen auch gut, aber irgendetwas fehlt mir. Irgendwie ist die Magie, die beim lesen des Buchs durchschimmert weg, vielleicht kommt sie auch nur von einer nostalgischen Verklärung meinerseits. Mir ist der Film auch zu sehr im Coming-of-Age-Genre verhaftet.

Ich werde mir den Film auf jeden Fall hohlen, aber man sollte ihn besser nicht als authentische Nacherzählung der Geschehnisse nehmen, genau wie alle anderen Bücher zu dem Thema, da sowohl damals als auch rückblickend in Interviews viel übertrieben und verdreht wurde. Jeder sollte sich selbst informieren und sich sein eigenes Bild machen.


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