Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Interview mit Neocortex

Aktualisiert: 28. Nov 2020


Dies ist das erste Interview, dass ich geführt habe. Ich habe einiges gelernt, vor allem, dass ich nicht mit einem Fragenkatalog ankommen kann, sondern lieber frei mit den Leuten rede. Ich muss mir nur noch etwas ausdenken, um die Stimmen auf dem Diktiergerät zu trennen. Ich hoffe ich habe alle Aussagen richtig zugeordnet.

LorenzVanGore: Stellt euch doch mal vor.

Stephan: Servus, ich bin Stephan, spiele Bass bei Neocortex und mache das Background-Geschrei.

John Never: John Never von Neocortex und wir machen sowas wie Musik. Die meisten Eltern würden dagegen stimmen.

LvG.: Das ist bei vielen Musikrichtungen so, ich würde auch dagegen stimmen, dass Techno etwas Musikähnliches ist.

JN.: Da stimme ich auch dagegen, aber es kommt immer auch auf die Genres an, wie tief man da reingeht. Da gibt’s auch mehr als das, was man so präsent wahrnimmt. Das ist der gleiche Bullshit wie bei uns. Ich meine, was kennt man von (über) Black Metal, das ist auch erstmal Bullshit.

LvG.: Beim Black Metal muss man wenigstens noch ein Instrument spielen und keinen Computer programmieren.

JN.: Bei Techno ja auch. Es gibt ja auch Billigtechno, bei dem nur Samples genutzt werden, aber es gibt auch welche die das selbst einspielen und Live auf mehreren Synthies spielen.

S.: Man brauch schonmal Taktgefühl. Ich find's auch billig, Genres immer auf Klicheethemen zu reduzieren. Zum Beispiel der Black Metal, um vom ernsthaften Black Metal zum Klischee zu kommen brauchts auch nicht viel.

LvG.: Wie seid ihr eigentlich auf den Namen gekommen?

S.: Lange Namenssuche.

J.N.: Eigentlich hatten wir irgendein Lateinbuch in der Bude, damals, hatten mehrere Namen rausgeschrieben und irgendwie ist der einfach hängengeblieben.

S.: Der Teil im Hirn, der fürs Lernen zuständig ist.

J.N.: Ich glaube, ehrlich war es zweitrangig. Es wäre ganz cool, wenn wir jetzt eine ganz tiefgehende Story hätten, welchen tieferen Sinn der Name hätte.

J.N.: Ich meine es gibt natürlich die Möglichkeit, philosophisch in die Sache reinzugehen und nachträglich den Begriff irgendwie zu definieren, aber …

S.: Witzigerweise gibt es auch mehrere Bands, die Neocortex heißen.

LvG.: Unter anderem eine Death Metal Band.

S.: Und eine Hardcore Techno Band gibt’s auch.

J.N.: Wir sind wahrscheinlich zu lange im Keller geblieben.

S.: Zu Underground.

S: Das ist einfach das, wenn man so unbekannt ist, das bekommt keiner mit, erst nach Jahren oder so, dass da ne CD ist.

LvG.: Oder solche Pappnasen wie ich, die den Sticker beim Pokemnon Go spielen finden.

S.: Zum Beispiel.

J.N.: Alles richtig gemacht.

S.: Darum haben wir jetzt auch wieder 1500 davon bestellt. Die machen sich dann selbstständig.

J.N.: Alle Wege werden gepflastert, in der Hoffnung, dass Leute wie du die dann sichten. Interessanterweise haben wir auch rückblickend festgestellt, dass wir all die Jahre, die wir im Keller verbracht haben -

S.: uns selbst an der Musik erfreut haben und erst als er (John Never) in die Schweiz ist

J.N.: ...dass es sinnvoll wäre was aufzunehmen.

LvG.: Welche Bands haben euch beeinflusst?

S.: Dornenreich auf jeden Fall.

J.N.: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Nen subjektiven Einfluss gibt’s immer, man wird immer von der Musik beeinflusst, die man hört, aber aktiv dachte ich nie, dass ich Musik machen will, die in eine bestimmte Richtung geht.

S.: Night in Gales, und Eisregen.

(An dieser stelle überspringe ich die Diskussion über Eisregen, da es nur das Gespräch zweier Fans war)

S.: Wir sind eben nicht der typische Black Metal, der böse ist.

LvG.: Mal ein ganz blöde Frage: Habt ihr mal an eine Split gedacht mit der Death Metal Band Neocortex?

J.N.: Die gibt’s doch nichtmehr. Das war wohl nur ein kurzes Projekt.

LvG.: Wäre auf jeden Fall lustig um die Hörer zu verwirren. Ist aber schon etwas über das neue Album bekannt?

J.N.: Eigentlich nur die Demos, die wir bisher rausgehauen haben, sind eben zwei Songs, die auf das Album kommen werden, die definieren eben eine etwas andere Richtung. Es wird aber etwas rabiater als das erste. Wir waren zu lange im Keller.

S.: Wir haben jetzt einen zweiten Gitarristen, da ist das schonmal was ganz anderes, wenn man die Songs gleich mit zwei Gitarren ausbauen kann.

LvG.: Dann fehlt euch jetzt nur noch ein Herr Trommelpeter.

J.N.: Eindeutig.

Damit war das Interview zu Ende, und von mir auch nochmal der Aufruf, wenn ein Schlagzeuger aus Saarbrücken oder der Umgebung Lust hat, soll er sich bei der Band melden.






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