Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Godslave mit Positive Aggressive

Bandname und Albumtitel: Godslave mit Positive Aggressive


Genre: Thrash Metal


Veröffentlichungsdatum: Seit dem 23. Juli 2021 ist es draußen.


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Endlich ist ihr sechstes Album fertig und liegt mir vor. Dazu gibt’s noch vier Splits, zwei EP's und je eine Single, Compilation und ein Video.

Wie habe ich die Band kennengelernt: Man schrieb das Jahr 2011, ich war das erste mal auf dem Metallergrillen. Ich kannte eine einzige Band, die dort auftrat, Cripper, aber Godslave haben mich sofort begeistert. Später, im nächsten Jahr bei einem Konzert in der Garage, habe ich mich dann mal mit CD's eingedeckt und seit dem bin ich der Band verfallen. UND JA, es war 2011 auf dem Metallergrillen, auch wenn ihr es mir nicht glauben wollt. Darum kommt auch ein Bild vom Ticket hier drunter.



Wie finde ich die Scheibe: Es ist wieder eine richtig starke Scheibe, aber bevor ich mit euch die Songs durchgehe, noch ein paar Worte zu der richtig genial gewordenen Box. Hier hat sich die Band wirklich selbst übertroffen. Denn die Special Edition kommt in einer Großen Pappbox, die neben dem Album noch einen exklusiven Patch, fünf Bierdeckel und einen Flaschenöffner enthält. Letzterer wird wohl für immer in der Box bleiben, da ich IMMER ein Opinel dabei habe, dass noch an keinem Bier gescheitert ist. Aber somit haben wir die nötigen Werkzeuge für das Trinkspiel, dass sie sich ausgedacht haben. Fünf Kronkorken als Spielfiguren, einen Würfel und ein Spielbrett, bei dem man sich herrlich zum Löffel machen und natürlich betrinken kann, bilden die Abendunterhaltung, wenn man mit seinen Freunden zusammen sitzt. Dazu war im Paket noch ein Poster, ein Gutschein für den Onlineshop, ein Sampler und von ihren Freunden von Eradicator noch ein Flyer, dessen Promocode einfach nur genial ist. So genug gelabert, hören wir uns die Scheibe an:


HOW ABOUT NO wurde als erstes ausgekoppelt um die Scheibe zu promoten und eröffnet auch hier. Der Track geht stramm nach vorne und schon hier bekommt man alles, was man von Godslave kennt und liebt: eine geile Mischung aus Groove und hartem Geknüppel, einen Text der einen aufbaut, wenn es einem Scheiße geht, ohne nach Friede-Freude-Eierkuchen zu klingen und den transportiert von unserem Gift und Galle spuckenden Thommy. Auch wenn ich mir hier mehr davon gewünscht hätte.


POSITIVE AGGRESSIVE rumpelt schön vor sich hin und und definiert die Richtung des Albums und wie ich finde, der ganzen Discographie. Sie sind einfach aggressiv, gegen alles was einem kaputt macht. Das mag zwar nach einem schlechten Kalenderspruch klingen, aber die Jungs ziehen es durch. Ich weiß nicht, wie oft mich ihre Musik schon wieder aufgebaut hat.

STRAIGHT FIRE ZONE nimmt das Tempo erst einmal etwas zurück und dreht dafür die Heavyness auf. Hier geht der Song auch eher in Richtung Doom. Das war glaube ich der Zweite Song, den sie vorab veröffentlicht haben, und bei ihm habe ich etwas gebraucht, um damit warm zu werden. Hier hatte ich eigentlich kompromissloses Geballer erwartet, doch mittlerweile höre ich den Track echt gerne.


FROM DRIVEN hatte das wohl coolste Video, aller im Vorfeld veröffentlichter Videos. Seht es euch einfach an. Auch hier geht es wieder schön heavy zur Sache und mir fällt auf, dass die Band mittlerweile einige Catchphrases hat, die ich ihnen direkt zuordnen kann. Der Song ist ganz ordentlich, schön um ihn zwischendurch laufen zu lassen.

FLAP OF A WING besticht direkt durch die Mischung aus Heavyness und Groove, dazu kommt Thommy's Geknurre und ein Text, der wohl von der Chaostheorie inspiriert ist. Hier hat sich Wohl Manni die Finger wund gespielt, bei den doch sehr frickeligen Gitarrenlinien. Mir macht das Lied jedenfalls richtig Spaß und es ist definitiv bei meinen Favoriten dabei.


KING KORTEX hat einen ganz eigenen Drive, der sich direkt in meinen Gehörgängen festsetzt. Das dürfte mit Sicherheit eine Ständige Nummer auf Konzerten werden, hier sehe und höre ich schon die ganze Slavecrew, oder ist es mittlerweile das Bloodbound Pack, die Fäuste in die Luft recken und sich die Lunge aus dem Leib brüllen. Direkt noch ein Eintrag in meine Favoriten.


SHOW ME YOUR SCARS ist einfach nur grandios. Für mich und auch wohl für viele andere hat es eine ganz spezielle Bedeutung, denn hier wurde das Bloodbound Pack dazu aufgerufen, die Narben, die man mit sich herumträgt zu zeigen und ganz besonders, dass man sich von diesen nicht unter kriegen lässt. Ich habe schon lange gelernt mit meinen zu leben, aber ich bin sicher das Videoprojekt hat dem einen oder anderen geholfen. Hier haben sie wohl auch ein Cello mit eingebaut. Eine richtig geile Idee, aber die haben ja schon öfter seltsame Instrumente dazugenommen.

I AM WHAT IS fängt ziemlich seltsam an, doch nach dem sehr dezenten Intro geht es in gewohnter Weise weiter. Hier fehlt mir aber irgendwie der letzte Kick. Es ist kein schlechter Song, aber er bleibt hinter dem Rest des Albums zurück, also gehen wir lieber weiter zum nächsten.


SEE ME IN A CROWN wäre allerspätestens ein Instrumental gewesen, aber darauf hatten sie wohl dieses mal keinen Bock. Stattdessen gibt es noch einen Song, der mich etwas vom Gefühl an From Driven erinnert. Ein starker Song.


FINAL CHAPTERS FIRST gönnt sich zum Abschluss ein ziemlich langes Intro und gibt dann richtig Gas. Hier kommt auch nochmal so richtig Gift und Galle zum Einsatz, aber nicht durchgehend, was dem ganzen einiges an Abwechslung einbringt. Was bleibt noch zu sagen, außer, dass wir einen ordentlichen Kracher zum Schluss bekommen haben.


Fazit: Sowohl das Album als auch die Box sind wirklich gut geworden. Zwar würde ich mir etwas mehr Härte in den Songs wünschen, aber ich bin wohl von der Into the Black zu sehr beeinflusst. Eine klare Empfehlung an die Thrasher da draußen und mir bleibt jetzt nur noch eine Frage zu stellen: Wann bringen sie die Bierdeckel in 10er, 50er und 100er Packungen in den Shop?

Hier könnt ihr mal reinhören, falls ihr das Video nicht schon auswendig gelernt habt:



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