Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Godslave mit der Doppel-CD Out of the Ashes/Into the Black

Bandname und Albumtitel: Godslave mit der Doppel-CD Out of the Ashes/Into the Black


Genre: Thrash Metal



Veröffentlichungsdatum: 3. April 2020


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Sie haben fünf Alben, vier Splits, zwei EP's und je eine Compilation, Single und Video vor dieser Doppel-CD veröffentlicht.


Wie habe ich die Band kennengelernt: Es war 2011, auch wenn Thommy und Bernie immer noch behaupten, es wäre 2013 gewesen, als sie auf dem Metallergrillen gespielt haben. Ich stand im Publikum und war sofort in den Stil verliebt. Seitdem habe ich fast keine Möglichkeit ausgelassen sie mir anzusehen und letztes Jahr sogar in einer Doku über die Band mitgewirkt.


Wie finde ich die Scheibe: Richtig gut. Ich könnte mir jetzt die Arbeit ersparen, da ich das Album Into the Black hier schon besprochen habe, aber ich werde alles besprechen. Und dieses mal ausnahmsweise sogar die Aufmachung:


Zusammengeklappt sind beide Cover zu sehen und sie sehen sogar ein wenig zerlebt und geliebt aus. Die CD kam mit einer Postkarte, dem obligatorischen Godslave-Sticker, Postern mit den Artworks beider Cover und dazu noch ein paar freundliche Worte von Thommy. Den Patch habe ich noch gesondert bestellt.


CD 1 INTO THE BLACK


THRASHED fängt mit einem Stimmengewirr an, das direkt aus einem Horrorfilm kommen könnte und langsam von den Gitarren verdrängt wird. Hier haben wir zum anfangen einen richtig schön schnellen Track und Thommy speit ihr wie ein Maschinengewehr Gift und Galle.


ANVILISED fängt mit einem kurzen Drumtest an und rast dann nur so los. Der Refrain ist zwar ein wenig getragener, aber auch der gibt ordentlich Gas. Bei diesem Song muss ich immer an den Metal Carneval in der Garage denken, als sie für Powerwolf Die zweite Vorgruppe waren:

„Der Song iss für die Fraue,

Wer nit mitsingt, der Grit Haue!“

Die beste Songankündigung die ich je gehört habe und seit dem geht mir das Lied auch nicht mehr aus dem Kopf.


INSOMNIADDICT hat ein schön crispes Riff für den Anfang, das sich auch weiter durch den Song zieht. Hier gefällt mir besonders das jede Zeile für sich steht. Hier wechselt Thommy auch gerne mal zwischen seinen Schreien und tiefen Growls, die dem Song eine schöne Würze verleihen. Wie fast jeder Song aufs dem Album läuft auch dieser regelmäßig bei mir und ich freue mich auch jedes mal, wenn sie ihn live spielen.


UNLEASH THE SLAVES ist mein zweitliebster Song von dem Album, allein wegen der Basslinie am Anfang. Zu dieser Gesellen sich dann die Gitarren, die auch noch ein kleines Solo bekommen, bevor es so richtig losgeht. Auch hier geht es mit Vollgas nach vorne, während der Refrain ein wenig langsamer und melodischer ist. Den sollte man sich auf jeden Fall mal anhören.


SLIPPERY WHEN DEAD tritt bis auf die Anfangssolos in die gleichen Fußstapfen wie sein Vorgänger. Ein schneller und harter Song mit Vocals voller Gift und Galle, wenn er auch keinen so prägnanten Refrain hat. Immer wieder ein Vergnügen zu hören.


BLOOD OF THE INNOCENT fängt mit einem Sample an, das wie von einer Nachrichtensprecherin klingt. Danach geht es mit einem schön dampfenden Song los. Danach steigert sich der Song noch weiter, bis zu einem schön ruhigen Part mit einem kleinen Angeberpart für die Sechssaiter, aber es sei ihnen gegönnt. Danach geht’s wieder volles Rohr weiter. Vielleicht der abwechslungsreichste Song der Scheibe.


WHY I HATE ist ein Song den ich früher öfter mal in meinem Kopf hörte, wenn mein Vater und ich mal wieder mit der alten Ballenpresse kämpften, da die immer wieder die gleichen Macken bekam. Zum Glück ist das Ding verkauft und Geschichte. Aber nun zum Song: Hier gibt es ein schön episches Riff zum Beginn, doch danach geht es mit einem kurzen Schrei so richtig los. Ich sehe vor meinem inneren Auge die ganzen Drummer in der Godslave-Geschichte hinter ihrer Schießbude herumwirbeln während Thommy sich die Lunge aus dem Leib schreit. Der Perfekte Song um Dampf abzulassen.


A SHOT IN THE DARK fängt ruhig an, sogar unverzerrt. Hier haben wir einen kleinen Instrumentalsong, wohl damit Thommy bei der Aufnahme mal ein Bier trinken konnte. Also weiter im Text.


SCHOLAR ECLIPSE fängt schön treibend an, auch wenn das Intro hier ein wenig zu lang geraten ist, der Song und das Solo gegen Ende des Intros sind es wert. Mit einem Schuss fängt Thommy an und sofort muss man sich beherrschen nicht zu bangen. Auch hier freut es mich immer, wenn sie ihn live spielen.


UNCUT, UNSEEN, UNRATED beginnt mit der Filmmusik von Die Rache der Kannibalen, den ich erst gestern mit meiner Frau zusammen gesehen haben. Nach diesem kurzen Sample geht der Song mit Höchstgeschwindigkeit los, unterbrochen von ein paar treibenden Parts.


ZOMBIE PANIC HOLOCAUST ist mein All-Time-Favorite der Band. Hier geht es mit einem kleinen Gitartenriff los, während die Toms schön beackert werden. Nach einem What the Hell geht es so richtig los. Hier bin ich mir nicht sicher ob das von Anfang an eingeplant war oder er das nach dem fünfunddröfzigsten Versuch rief, da er den Song nicht auf die Kette bekam. Darum wird der auch nichtmehr live gespielt. Hier habe ich alles: einen schnellen harten Song, einen Text der erklärt wie man vor Zombies flieht und einen Thommy der zu Höchleistungungen aufläuft in der Disziplin Gift und Galle ins Mikro spucken.


INTO THE BLACK beendet das eigentliche Album schön ruhig. Hier erinnert mich Thommy an Ozzy von der Stimme her. Zwar alles andere als rasant, dafür aber so richtig schön heavy. Leider spielen sie auch den nicht live, aber vielleicht muss ich den Titel nur oft genug aus dem Publikum rufen. Bei ZPH hats ja auch geklappt bis zu ihrem 10. Geburtstag.


INSOMNIADDICT 2020 (LIVE IN THE STUDIO) klingt vielleicht ein wenig tiefergestimmt als im Original und Thommy singt auch etwas tiefer. Auch haben sich hier wohl ein paar neue Soli eingeschlichen. Immernoch ein gute Song, doch hier bevorzuge ich die ursprüngliche Version.


SCHOLAR ECLIPSE 2020 (LIVE IN THE STUDIO) ist ebenfalls wohl ein wenig tiefer gestimmt und am Anfang bekommen wir wohl ein schönes sweep-picking-Solo kredenzt. Hier singt Thommy auch klarer als im Original aber hier gefällt mir diese Version besser. Einfach ein genialer Song.


CD 2 OUT OF THE ASHES


OUT OF THE ASHES fängt mit einer weiblichen Stimme an, die den Refrain singt und am Ende vor sich hin kichert. Danach setzen die Instrumente mit einem treibenden Riff ein, bevor es mit einem kleinen Urschrei so richtig losgeht und das Gaspedal ordentlich betätigt wird. Zum Refrain wird es dann noch etwas doomig, aber während der Strophen geht es ordentlich ab und in den Nacken.


SLAVES TO THE BLACK nimmt das Tempo ein wenig zurück und ist dafür schön treibend. Thommy wechselt hier zwischen seinen giftigen Schreien und tiefen Growls. Etwa ab der Mitte gibt es einen schönen Tempopart, bevor der Song zu seinem treibenden Rhythmus zurückkehrt. Kein Wunder dass sie den Song noch heute Live spielen und hier nocheinmal neu eingespielt haben. Es ist der beste der EP und macht so richtig Bock.


WINGS OF WRATH eröffnet mit einer Luftschutzsirene, Fliegerlärm und einer fallenden Bombe, bevor es auch hier schön treibend losgeht. Auch hier kommen die Growls gerne mal zum Einsatz, sogar ein wenig mehr als im Vorgänger und der Refrain hat ein richtig hübsches Riff.


DEAD RECKONING fängt mit Zombiegestöhne an, das sogar aus Land of the Dead sein könnte. Danach geht es sofort mit ordentlich Karacho los. Auch hier wird der Refrain ein wenig melodischer während die Strophen ein wahrer Sturm aus Gift und Härte sind.


WHERE THE SUN SLEEPS fängt ruhig und sehr düster an. Danach geht es genauso langsam aber mit ordentlich Härte weiter. Der Song walzt zum Ende er ursprünglichen EP noch einmal alles platt. So heavy.


SLAVES TO THE BLACK 2020 (LIVE IN THE STUDIO) fängt genauso an, wie das Original, doch sobald Thommy sein Organ einsetzt merkt man den Unterschied. Hier singt er eher klar. Das tut dem Song aber keinen Abbruch, da auch hier noch genug Gift und Galle versprüht werden. Auch habe ich das Gefühl, das ein paar mehr Solos sich in die Gitarrenlinien eingeschlichen haben. Ich kann mich echt nicht entscheiden welche Version besser ist. Fragt am besten in zehn Jahren nochmal.


Fazit: Einfach nur geil, dass sie die beiden CD's, nochmal rausgebracht haben und sogar noch Bonustracks spendiert haben. Ein absolutes muss für jeden Freund von geilen Thrash und erst recht für alle Godslave-Fans. Hier könnt ihr mal reinhören:


https://youtu.be/U7eo6giNfjk

https://youtu.be/MzOGOsKgcUY


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