Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Gergovia mit In Requiem Aeternam

Aktualisiert: März 22

Bandname und Albumtitel: Gergovia mit In Requiem Aeternam


Genre: Black Metal



Veröffentlichungsdatum: 15. August 2020


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist das elfte Album dieser Ein-Mann-Band. Keine Demos, keine EPs, nur Alben.


Wie habe ich die Band kennengelernt: Hier kam die Band, oder eher der Künstler auf mich zu und fragte an, ob ich nicht sein aktuelles Album besprechen möchte. Das mache ich doch gerne.


Wie finde ich die Scheibe: Guter Durchschnitt, nur die Texte fesseln mich. Aber hören wir rein:


M'ARRACHER AU LOIN eröffnet mit zwei Tönen aus dem Synthie, bevor die Instrumente dazukommen. Nach einem Schuss oder einer Explosion kommt ein rammsteineskes Keyboard dazu und der Gesang setzt ein. Der klingt eigentlich nicht schlecht, aber darüber liegt ein Effekt, der es klingen lässt als wäre der Song unter Wasser eingesungen worden. Der Text hingegen liest sich ganz gut, er ist eine schöne Kriegserklärung an die Welt, jedenfalls wie ich ihn verstehe.


DÉCADENCE ET HONNEUR fängt ruhig an, bleibt auch eher im Mid-Tempo, während eine ruhige Melodie wie von einem Kriegshorn aus dem Keyboard kommt. Zwischendurch gibt es ein paar schnelle Passagen und sogar fast Klare gegen Ende. Wieder ist der Text als eine Kampfansage zu verstehen. Hier wird jedoch etwas mit Christlichen Motiven gespielt.


OH! CIEL HURLANT klingt etwas sehr nach NDH, was nicht unbedingt schlecht ist. Unter dem stampfenden Rhythmus sind immer wieder Maschinengeräusche mit eingemischt, die dem ganzen einen gewissen Industrialvibe verleihen. Passend dazu gibt es einen sozialdarwinistischen Text.


PARIA folgt weiter dem Schema des Albums, mit ruhigen Anfang und dann geht es richtig los. Auch hier liegt alles wieder auf einem Teppich aus dem Keyboard, der eine gewisse Grundmelodie vorgibt, aber wieder nicht zu aufdringlich. Hier könnte man einen gewissen Militarismus aus dem Text herauslesen, wieder verknüpft mit Christlichen Motiven. Bisher gefallen mir von dem Album die Texte am besten, jedenfalls soweit mein schlechtes Französisch und der Google-Übersetzer sie verstehen.


LA LAME DU BOURREAU bringt das Schema auf. Vier Schläge auf einem Becken und los geht’s. Ein schön rasanter Song, der auch ordentlich Härte mitbringt. Hier kann ich wenig zum Text sagen, außer, dass er trotzig klingt. Eine schöne Herausforderung, den Sänger doch zu brechen.


FIDÈLE AUX SOMMET hat wieder einen seltsamen Unterton. Der Anfang klingt wie eine Mischung aus Schwerindustrie und Sciencefiction. Ganz interessant, vor allem in Verbindung mit dem harten Rhythmus. Danach weicht dies aber einen eher standardmäßigen Geschwindigkeitssong, wie es sie zu Hauf gibt. Allein das Solo gegen Ende gibt ihm nocheinmal etwas besonderes.


LE FLÈAU DE SACRIFIÉS hat einen schön doomigen Anfang, klingt dann aber wieder wie Rammstein mit Black Metal gemischt. Vielleicht ist es gewollt, aber mir gefällt das nicht. Ohne das Keyboard wäre der Song um einiges besser, auch wenn der Synthiechor dem ganzen etwas eigenes gibt. Hier könnte es um ein Endzeitszenario gehen. Diesen Text finde ich am interessantesten, da er mir mehrere Bedeutungsebenenen zu haben scheint, ich kann mich aber auch irren.


REQUIEM AETERNAM fängt mit einem Kirchenlied an, dass von einer einzelnen Stimme gesungen wird. Ob da jetzt ein natürlicher Hall drauf ist oder nicht kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall gut gemacht. Danach bekommen wir einen gemessen schreitenden Song, indem es zur ersten offenen Anklage gegen das Christentum kommt.


SONNE ANGÉLUS beendet das Album mit einem zwiespältigen Song. Einerseits sehr ruhige Passagen mit fast klarem Gesang, dann wieder rasende Passagen mit diesem Gekrächze. Hier ist der Text kein Angriff auf das Christentum, sondern eher gegen Gott und seine Engel höchstselbst. Mein Favorit auf dem Album.


Fazit: Ein eher mittelmäßiges Album. Nichts, dass man unbedingt haben müsste aber immernoch besser als das meiste, was veröffentlicht wird. Vielleicht braucht das Album aber auch mehr als die drei Durchläufe, die ich es bisher gehört habe. Ich werde mir auch noch ein paar andere Alben von ihm anhören. Eher etwas für Freunde des Französischen Black Metals, da alle Texte in der Sprache verfasst sind.

Hier könnt ihr mal reinhören:




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