Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Dark Zodiak mit Ophiuchus

Aktualisiert: März 22

Bandname und Albumtitel: Dark Zodiak mit Ophiuchus


Genre: Thrash/Death Metal



Veröffentlichungsdatum: Am 31. Januar 2021


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das wird ihr drittes Album. Dazu kommt auch noch ein Demo.


Wie habe ich die Band kennengelernt: Das war letztes Jahr beim zehnjährigen Jubiläum von Gefrierbrand. Dort spielten sie als Vorband und ich war sofort begeistert von ihrem Sound und der Stimmgewaltigkeit der Sängerin.


Wie finde ich die Scheibe: Einfach nur geil. Hören wir es uns an:


DO MORE SAY LESS eröffnet das Album mit einer düsteren ruhigen Klampfe, zu der sich noch eine zweite gesellt, die dem ganzen einen Westerneinschlag gibt. Danach geht es aber so richtig los mit einem schön schweren Mid-Tempo-Song. Die Vocals machen mir richtig Spaß, immer wieder wird zwischen tiefen Growls und fiesen, hohen Schreien gewechselt. Manchmal sogar während eines Wortes. Da können sich manche Sänger eine Scheibe abschneiden.


HEAVEN, EARTH AND BENEATH zieht das Tempo ordentlich an und bringt auch noch einen geilen Groove mit rein. Die erste Hälfte etwas bekommen wir einen rasanten, groovigen Song, danach wird es langsamer aber so richtig heavy as fuck, mit hallig geflüsterten Passagen dazwischen.


INVISIBLE APOCALYPSE fängt wieder schön flott an. Auch in den langsamen, doomigen Passagen macht das Lied keine Gefangenen. Hier machen sie sogar einen Abstecher in den Grind mit ein paar Pig-Squeals. Ich komme hier schon jetzt nicht mehr aus dem bangen raus, also gehen wir weiter zum nächsten Song.


OPHIUCHUS kredenzt uns eine richtig geile Basslinie zu Anfang. Über der und den Gitarren wird geflüstert, bis die typischen Growls daraus werden. Hierzu haben sie auch schon ein Video veröffentlicht. Auch hier werden die Pig-Squeals wieder eingesetzt, im Wechsel mit normalen Growls und klaren, gesprochenen Passagen. In der Mitte gibt es eine ruhige, getragene Passage, die sich ganz organisch in den Song einfügt und nicht erzwungen wirkt. Ganz großes Lob dafür.


DESTROY DESTRUCTION legt ohne Umschweife direkt los. Hart, schnell und direkt in die Fresse. Hier merkt man besonders den Thrash Einschlag der Band, auch bei den hohen Schreien, die in düsterem Geknurre enden. Bisher hatte ich es echt schwer , einen Favoriten zu wählen, bei so vielen starken Songs, aber hier passt alles. Rasende Passagen und doomige Parts, dazu ein Part der nach Publikum verlangt, dass sich die Lunge au dem Körper schreit. Hoffentlich kann ich die Bald nochmal sehen, wenn sich Corona endlich mal verpisst.


HUMOR packt noch eine Schippe Heavyness drauf. Hier habe ich das Gefühl von einem Panzer überrollt zu werden und ich mag es. Das Gelächter zwischendrin lockert den Song immer wieder auf, nur um danach weiter alles im Weg stehende plattzuwalzen. Einzig gegen Ende die Gitarre, die fast an einen Synthie erinnert, mit einem glockenhellen Gelächter dazu, hat mich beim erstes mal rausgerissen, aber beim zweiten Mal hatte ich meinen Spaß dran. Ganz zum Schluss sind wohl noch Aufnahmen einer Probe mit drin, die den nächsten Song ansagen.


FROM THRASH TILL DEATH schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, nimmt nur etwas mehr Fahrt auf und hier ist so richtig schön viel Zorn in der Stimme. Schön treibend geht es voran.


2020 A.D. beginnt schön düster und stampfend, mit einer schreienden Gitarre. Hier haben sie sich wohl den Frust dieses Jahres von der Seele geschrieben und das Ergebnis lässt sich echt sehen. Hart, heavy und wütend kommt der Song daher und zählt auch zu meinen Favoriten.


TOTAL FREEDOM schlägt eine ganz andere Richtung ein. Unverzerrt geht es mit Klimperklampfen los, dazu ein wenig Schlagzeug, aber gerade, als man einen Song zum Einschlafen befürchtet wandelt sich der Song zu einem düsteren, bleischweren Brett, dass sich unbarmherzig seinen Weg durch meine Gehörgänge walzt.


IGNORANCE beendet das Album mit einem rasanten Stück, dass einige geile Moshparts bietet. Ein richtig geiler Abschluss für ein grandioses Album. Mehr bleibt mir hier nicht zu sagen.


Fazit: Einfach nur klasse. Kein Song zum skippen, abwechslungsreich aber mit einem roten Faden. Eine klare Empfehlung an jeden Deathhead da draußen. Auch der eine oder andere Thrasher dürfte hiermit seine helle Freude haben. Ich freue mich schon drauf, die CD in Händen zu halten. Hier könnt ihr euch noch das Video ansehen:




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