Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

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Cannibal Corpse mit Violence Unimagined

Bandname und Albumtitel: Cannibal Corpse mit Violence Unimagined


Genre: Death Metal



Veröffentlichungsdatum: Die Scheibe ist seit dem sechzehnten April 2021 draußen.



Sonstige Veröffentlichungen der Band: Das hier ist ihr fünfzehntes Album, dazu gibt es noch fünf Boxen, vier Videos, drei Compilations und EP's, zwei Live-Alben und ein Demo.


Wie habe ich die Band kennengelernt: Keine Ahnung mehr, wie ich auf die Band gekommen bin. Mit manchen Bands ist es einfach so, man kennt und hört sie schon so lange, dass man nicht mehr genau weiß, wann man sie zum ersten Mal gehört hat.


Wie finde ich die Scheibe: Nach den letzten drei Alben war ich zwar immer noch hoffnungsvoll, dass sie zu alter Genialität zurückfinden, trotzdem war ich positiv überrascht. Aber genug der Vorrede, rein in den geschundenen Leichnam:


MURDEROUS RAMPAGE legt direkt los wie man es von den Kannibalen gewohnt ist. Hart, schnell und voll in die Fresse. Also während der Zeit seit Red before Black haben die nix verlernt. Die Gitarrenarbeit ist wie gewohnt richtig geil, Alex Webster spielt wie immer Gottgleich, das Schlagzeug ballert, wie es sein soll und Georgie brüllt sich die Seele aus dem Leib. Im Text geht es wie gewohnt schön blutig zu. Also bisher alles wie gehabt und hier haben wir einen klasse Opener.


NECROGENETIC RESURRECTION zieht das Tempo nochmal an, beschert uns aber ab der Mitte einen knackigen Moshpart und hier befassen sie sich mal mit okkulteren Themen, was zwar manchmal vorkommt, aber eher selten ist in ihren Texten. Richtig geiler Song.


INHUMANE HARVEST hat ein richtig geiles Video beschert bekommen. Das wird sogar noch verständlicher, wenn man den Text kennt. Zuerst dachte ich an ein Szenario wie in Hostel, doch es geht eher darum den Körper zu zerlegen und gewinnbringend zu verkaufen. Der Text wird richtig gut vertont. Mal rasend, mal stampfend aber immer mit voller Härte und schön heavy. Verdientermaßen einer meiner Favoriten auf dem Album.


CONDEMNATION CONTAGION bahnt sich unaufhaltsam und unerbittlich seinen Weg durch meine Gehörgänge. Ordentlich treibend und irgendwo im Mid-Tempo anzusiedeln. Da bekommt man wirklich Sehnsucht danach, die alten Säcke nochmal auf der Bühne zu sehen. Hoffentlich finden die mal wieder den Weg nach Saarbrücken.


SURROUND, KILL, DEVOUR tritt wieder aufs Gas und hier werden die Zeilen geradezu ausgespuckt, mit ordentlich Groove dazu macht der Track richtig Spaß. Hier geht es wohl um primitive Instinkte, die einen Menschen zum Kannibalen machen. Ein interessantes Thema und perfekt verpackt in deinen Song der direkt in den Nacken geht.


RITUAL ANNIHILATION bekommt sogar ein Recht langes Intro spendiert, nachdem es mit Vollgas losgeht. Hier verrät der Titel schon genau worum es geht: ein Ritualopfer für eine Gottheit. Wird immer gerne genommen, und der Song zählt auch zu meinen Lieblingen auf der Scheibe.


FOLLOW THE BLOOD geht unglaublich heavy und düster los und findet dann in einen stampfenden Rhythmus. Der Text könnte eine Armeeeinheit begleiten, die ihre Freunde aufspürt und vernichtet. Hier bekommen wir sogar zwei Soli kredenzt und das ist definitiv mein Favorit auf dem Album. Hier haben wir alles, was einen geilen Cannibal Corpse Song ausmacht: Passagen, die dazu auffordern, die Faust oder Pommesgabel in die Luft zu strecken und sich mit dem Corpsegrinder einen Schreiwettkampf zu liefern, eine geile Basslinie und grandiose Gitarrenarbeit.


BOUND AND BURNED könnte nach so einem Kracher eigentlich nur verlieren, aber das Niveau wird gehalten und das Scheinbar mühelos. Wenn wir vorher einen Song für die Masse an Deathheads hatten, haben wir hier einen für die Klampfenfraktion. Ein Solo jagt das Nächste und dazwischen bekommen wir fiesen mahlenden Death wie man ihn sich kaum besser wünschen könnte.


SLOWLEY SPAWN kommt wieder sehr düster daher und lässt das Tempo eher im unteren Mittelfeld, aber dafür bekommen wir einiges an Heavyness geboten. Viel bleibt mir nicht mehr zu sagen, ohne noch mehr in Lobhudelei zu verfallen, also genießen wir den Track.


OVERTORTURE tritt nach den eher langsamen Songs vorher das Gaspedal wieder so richtig durch. Hier bekommen wir knapp drei Minuten Death Metal Raserei vom feinsten um die Ohren geschlagen. Und das wieder mit dem geilsten Bass im ganzen Death Metal.


CEREMENTS OF THE FLAYED beendet das Album wieder langsam und mahlend. Einfach nur ein perfekter Abschluss für das stärkste Album, seit Evisceration Plaque.


Fazit: Endlich wieder ein richtig geiles Album von den Kannibalen. Hiermit haben sie bewiesen, dass sie es noch drauf haben. Wer von den letzten drei Alben enttäuscht, oder wie ich, nicht übermäßig begeistert war, der sollte ihnen hiermit nochmal eine Chance geben. Klar renne ich damit offene Scheunentore ein, aber egal. Hört einfach mal rein:



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