Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

​​Wenn ihr eine Band, Musikprojekt oder Solokünstler aus den Bereichen Rock, Metal oder Gothic seid, dann meldet euch bei mir unter Lorenz.van.gore@gmx.de oder über Facebook, damit ich eure Veröffentlichungen und Auftritte  besprechen kann.

 
 
 

Gib mir Bescheid

Live Show Dancing
 

Al-Namrood mit Wala'at

Bandname und Albumtitel: Al-Namrood mit Wala'at


Genre: Black Metal



Veröffentlichungsdatum: 22. Juni 2020


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Dies ist ihr echtes Album, darüber hinaus gibt es noch vier Singles und jeweils zwei Splits und EP's.


Wie habe ich die Band kennengelernt: Die Band geisterte schon länger in meinem Kopf herum und den einen oder anderen Song habe ich auch schon gehört. Dann kam letzte Woche das Metal Devastation Radio auf mich zu und bat mich, das kommende Album zu besprechen. Das lasse ich mir doch nicht entgehen.


Wie finde ich die Scheibe: Interessant und richtig gut. Hören wir es uns an:


AL HIRAH eröffnet mit Geräuschen wie wenn man über eine Schotterpiste fährt, dazu ein Saiteninstrument, das entweder sehr verstimmt ist oder auf dem einfach nur Geklimper wurde. Ein kurzer Introsong, von dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll.


SAHRA YAESA beginnt dagegen schon viel traditioneller, wenn auch recht melodisch. Als dann der Gesang einsetzt zieht der Song das Tempo noch einmal an. Ein schön treibendes Lied mit einem Instrument, dass ich nicht ganz zuordnen kann aber dem ganzen eine orientalische Note gibt. Die Vocals klingen richtig fies.


TABQIA kommt etwas langsamer daher. Immer noch melodisch aber schön treibend im Mid-Tempo angesiedelt. Auch dieses mal gibt es ein längeres Intro. Obwohl der Gesang hart und bedrohlich ist scheint man die Worte zu verstehen, oder würde es, könnte man arabisch.


Das Intro von KAALI BE MEKIALAIN könnte aus einem Abenteuerfilm sein, jedenfalls bis der Gesang einsetzt. Bei mir beschwört es Bilder von Dünen und einer sengend heißen Sonne herauf. Entgegen dem eher ruhigen Intro stampft der Song unerbittlich voran. Hier klingen die Vocals so richtig zornig. Einer meiner Favoriten auf dem Album.


AL SHAREEF AL MUHAN prescht dagegen direkt vor und ist trotz der Melodie der bisher härteste Song auf dem Album. Der Gesang klingt über weite Strecken fast wahnsinnig.


FASIQUE geht in die gleiche Richtung und rast auch durch die Gehörgänge dass es dem geneigten Hörer eine wahre Freude ist. Auch passt die orientalische Note immer mehr zur Musik, was man sich vorher nicht so ganz vorstellen kann. Ein recht einzigartiger Stil, der aber richtig Spaß macht.


AAR AL ESTIBAD klingt wieder etwas rumplig, im oberen Mid-Tempo angesiedelt. Hier fühle ich mich auch ein wenig an den Black Metal der zweiten Welle erinnert, auch wenn der Gesang dafür ein wenig zu gut verständlich ist.


ALHALLAJ beginnt richtig mächtig. Dies zieht sich auch durch den Song, der schön treibend ist aber bei aller Härte melodisch, ohne in Gedudel abzudriften. Gerne mehr davon.


WAHUM ALTHAAT fängt wieder mit einem akustischen Saiteninstrument an, dass sehr orientalisch klingt. Nach diesem Intro wechselt der Track zu einem stampfenden Rhythmus in dem die orientalischen Wurzeln weiter sehr präsent sind.


ALQAUM beendet das Album und klingt zu Beginn erst sehr rhythmisch, kurz darauf etwas verstimmt aber dann schön treibend. Der etwas schiefe Part dürfte wohl ein gewolltes Stilmittel sein. Auf jeden Fall fügt sich der Song perfekt in das Album ein und bildet einen gelungenen Abschluss, der mir Lust auf mehr der Band macht.


Fazit: Zwar ein gewöhnungsbedürftiger Stil, aber wenn man sich darauf einlässt sehr zu empfehlen. Wenn man den Stil als Folk Black Metal bezeichnen möchte hat man hier etwas frisches, jenseits des Wikinger/Germanen Gedudels, dass man hier in Europa meist vorgesetzt bekommt. Also hört es euch an.

Hier noch ein Video der Band:



13 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Vrag mit Harcom