Full Metal Mayhem

Reviews und Musikalische Meinungen

​​Wenn ihr eine Band, Musikprojekt oder Solokünstler aus den Bereichen Rock, Metal oder Gothic seid, dann meldet euch bei mir unter Lorenz.van.gore@gmx.de oder über Facebook, damit ich eure Veröffentlichungen und Auftritte  besprechen kann.

 
 
 

Gib mir Bescheid

Live Show Dancing
 

Al Namrood mit Kitab Al Awthan

Aktualisiert: Juli 1

Bandname und Albumtitel: Al-Namrood mit Kitab Al Awthan


Genre: Black Metal



Veröffentlichungsdatum: Das Album kam ursprünglich am 20. Januar 2012, aber am 21. Juli 2021 erstmals auf Vinyl


Sonstige Veröffentlichungen der Band: Es ist ihr drittes Album von mittlerweile sieben, dazu haben sie vier Singles, je zwei EP's und Splits und eine Compilation rausgebracht.


Wie habe ich die Band kennengelernt: Die waren irgendwie immer irgendwie am Rande meines Dunstkreises existent, aber letztes Jahr bot mir das Metal Devastation Radio an ihr aktuelles Album zu besprechen. Da habe ich sofort zugeschlagen und nun kommt das Re-Release ihres dritten Albums.


Wie finde ich die Scheibe: Schon vor neun Jahren waren die Klasse und ich frage mich bis heute, wieso ich damals nicht genauer nachgeforscht habe. Aber genug davon, hören wir es uns an:


MIRATH AL SHAR eröffnet mit einem düsteren Keyboard, das irgendwie nach Streichern klingt. Dazu einige Störgeräusche und fertig ist ein eindrucksvolles Intro.


MIN TRAB AL JAHEL legt dann auch so richtig los. Wieder ist die Produktion nicht überragend, jedoch erkennt man ihre orientalischen Wurzeln und die Musik macht mir richtig Spaß. Fieser Mid-Tempo-Black Metal arabischen Akzenten. Zu den Texten kann ich, wie beim Rest des Albums, nichts sagen, aber der Gesang spricht für sich: Ein tiefes, jedoch heiseres Knurren, das nach einem Wüstendämon klingt. Auch mit ihrem vorigen Sänger konnten die Araber so richtig was reißen.


HAYAT AL KHLOOD nimmt das Tempo etwas zurück, klingt dafür aber um so heavier. Hier haben sie es sogar noch geschafft einen gewissen groove reinzupacken. Richtig klasse und der Track gehört jetzt schon zu meinen Favoriten.


ASHAB AL AIKA überrascht mich, genauso wie jeder andere Song von ihnen, da sie es schaffen eine perfekte Symbiose aus orientalischen Melodien und fiesem Black Metal zu erschaffen. Diese Überraschung bleibt auch bei wiederholtem anhören. Da können sich einige westliche Folk/Pagan/Viking Black Metal Band eine gewaltige Scheibe abschneiden.


AL QAUM, HAKREM AL HUROOB bleibt dem Mid-Tempo zuerst treu und beschwört Bilder von finsteren Riten und der Wüste herauf. Später wird hier richtig Gas gegeben und reißt den Hörer unerbittlich mit.


KIRAM AL MATAIA führt das hohe Tempo fort und lässt die Heavyness seiner Vorgänger hinter sich, zugunsten von mehr Härte und Spielereien mit dem Keyboard. Einfach klasse, was die drei da abliefern.


EZ AL MULOOK Wir wieder langsamer aber der Track stampft unaufhaltsam durch meine Gehörgänge bis zu meinem Hirn, um sich dort festzusetzen. Noch ein Eintrag auf meiner Favoritenliste. Hier haben sie eine klasse Mischung aus Härte und Heavyness gefunden und mit arabischen Einflüssen gewürzt.


Bei BANI LA'EM wird das Tempo noch etwas reduziert. Eine kleine Verschnaufpause und auch der Schwächste Song, oder eher der am wenigsten starke, denn selbst er gefällt mir besser als der stärkste Track anderer Alben.


WA MA KAN LIL SUFHA' ENTISAR beendet das Album und könnte gut als Soundtrack für einen Film herhalten. Wie das Intro ist auch das Outro instrumental gehalten und fügt sich organisch zum Rest des Albums hinzu.


Fazit: Ich sollte mir wirklich mal das Gesamtwerk der Band anhören. Bisher, seit meiner Review zu ihrem letztjährigen Album kam mir immer etwas dazwischen. Dieses Mal wird es anders, da sie mich schon mit zwei Alben überzeugen konnten. Wer sich mal Black Metal mit orientalischen Anleihen anhören will, der sollte unbedingt mal reinhören:



6 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen